Unternehmens­­strafrecht
Ihre Kanzlei für Strafrecht, Whistleblowing & Compliance

Ihr Rechtsanwalt für Unternehmens­strafrecht

Die Ermittlungstätigkeit gegen Unternehmen nimmt laufend zu. Viele Unternehmen setzen daher auf Compliance-Vorkehrungen, die auch auf das Strafrecht abgestimmt sind. Zudem wächst die Nachfrage an spezialisierten Verteidigern, die Unternehmen in komplexen Wirtschafts­straf­verfahren kompetent vertreten. Als ausgewiesener Experte in diesem Rechtsgebiet berät und vertritt Dr. Schönborn Sie bei sämtlichen Angelegenheiten rund um das Unternehmensstrafrecht.
Rechtsanwalt Dr. Elias Schönborn bietet vertrauliche Rechtsberatung zu strafrechtlichen Risiken und Vorwürfen nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz (VbVG).

Strafrechtliche Verantwortlichkeit von Unternehmen

Das Unternehmensstrafrecht ist in Österreich vor allem im Verbandsverantwortlichkeitsgesetz (VbVG) geregelt. Dieses Gesetz regelt, dass nicht nur natürliche Personen, sondern auch Verbände – also insbesondere Unternehmen und juristische Personen des öffentlichen Rechts – strafrechtlich verfolgt werden können.

Voraussetzung für eine Strafbarkeit eines Verbandes ist, dass eine strafbare Handlung zu Gunsten des Verbandes begangen worden ist oder durch die Tat Pflichten verletzt worden sind, die den Verband treffen. Zusätzlich muss ein Entscheidungsträger (etwa ein Geschäftsführer, Vorstandsmitglied oder Aufsichtsratsmitglied) oder Mitarbeiter die Tat begangen haben. Bei Taten von Mitarbeitern muss die Tat zusätzlich dadurch ermöglicht oder wesentlich erleichtert worden sein, dass Entscheidungsträger die nach den Umständen gebotene und zumutbare Sorgfalt außer Acht gelassen haben, insbesondere indem sie wesentliche technische, organisatorische oder personelle Maßnahmen zur Verhinderung solcher Taten unterlassen haben.

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oder benötigen Sie Unterstützung? Sprechen Sie uns gerne direkt an.

Dr. Elias Schönborn

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Dr. Elias Schönborn
Rechtsanwalt und Strafverteidiger

Vermeidung von Risiken und Reaktion auf Verdachtsfälle

Das VbVG sieht hohe Verbandsgeldbußen bis zu EUR 5,4 Mio vor. Zudem häufen sich internationale Bestrebungen, Unternehmen strafrechtlich verfolgen zu können. Daher nimmt die Bedeutung von strafrechtlicher Präventivberatung und Criminal Compliance laufend zu. Bei der Verteidigung von Unternehmen, in den Bereichen Wirtschaftsstrafrecht, Korruptionsstrafrecht und Medizinstrafrecht, verfolgen wir einen strategischen Ansatz, bei dem wir stets die Besonderheiten des Verbandsverantwortlichkeitsgesetzes berücksichtigen. Beispielsweise belohnt das VbVG spezifische Compliance-Maßnahmen und ermöglicht es der Staatsanwaltschaft, nach ihrem Ermessen zu entscheiden, ob sie ein Unternehmen (weiter) verfolgt oder von der Verfolgung zurücktritt. Ziel unserer Verteidigungsstrategie im Unternehmensstrafrecht ist es, durch proaktive Mitgestaltung des Ermittlungsverfahrens und individuelle Vorkehrungen eine öffentliche Hauptverhandlung zu vermeiden.

Rechtsanwalt für Unternehmensstrafrecht Dr. Elias Schönborn verfügt über langjährige Erfahrung in der Strafverteidigung im Unternehmensstrafrecht und gibt durch sein Praxishandbuch Criminal Compliance (2023) – in dieser Form erstmals in Österreich – präzise Antworten auf die Fragen, wie Unternehmen strafrechtliche Risiken vermeiden und auf Verdachtsfälle richtig reagieren können. Er verfügt über Erfahrungen in der Vertretung und Verteidigung von ATX-Konzernen, Start Ups, mittelständischen Unternehmen, Industrie- und Technologieunternehmen, Kanzleien, gemeinnützigen Vereinen, Pharmaunternehmen, Medizinprodukteherstellern und Apotheken.

Wenn Sie professionelle Unterstützung in komplexen Unternehmensstrafrechtsfällen benötigen, steht Ihnen Dr. Elias Schönborn als erfahrener Anwalt für Unternehmensstrafrecht zur Seite, um Ihre rechtlichen Interessen umfassend zu schützen und zu vertreten.

Dr. Elias Schönborn als erfahrener Rechtsanwalt und Strafverteidiger in Wien.

Dr. Elias Schönborn
Rechtsanwalt und Strafverteidiger

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Erfolgs­geschichten

Ausgangssituation: Gegen ein international tätiges Unternehmen aus dem Gesundheitssektor wurde in Österreich als belangter Verband ermittelt. Gegenstand des Verfahrens war der Vorwurf, gefährliche Medizinprodukte in Verkehr gebracht zu haben.

Herausforderung: Parallel geführte Ermittlungen in mehreren Staaten und die mögliche Zurechnung des Verhaltens natürlicher Personen zum Unternehmen führten zu erheblichen strafrechtlichen und wirtschaftlichen Risiken.

Lösungsweg: Wir arbeiteten die Voraussetzungen der Verbandsverantwortlichkeit und insbesondere die Zurechnung nach dem VbVG detailliert auf. In einer schriftlichen Stellungnahme zeigten wir auf, weshalb die Voraussetzungen für eine strafrechtliche Verantwortlichkeit des Unternehmens nicht vorlagen.

Ergebnis: Das österreichische Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen wurde bereits nach wenigen Monaten eingestellt.

Ausgangssituation: Ein international tätiger Pharmakonzern wurde Opfer eines professionellen CEO Fraud. Unter Verwendung der Identität eines Entscheidungsträgers wurden Mitarbeiter ausländischer Tochtergesellschaften getäuscht und zu Transaktionen in Millionenhöhe veranlasst.

Herausforderung: Aufgrund der erheblichen Schadenssumme und der grenzüberschreitenden Zahlungsströme war ein rasches und koordiniertes Vorgehen erforderlich.

Lösungsweg: Wir rekonstruierten die betrügerische Kommunikation und die einzelnen Zahlungsvorgänge, werteten die verfügbaren Unterlagen aus und erstellten für den Pharmakonzern eine umfassende Sachverhaltsdarstellung, die wir zeitnah bei der Staatsanwaltschaft einbrachten.

Ergebnis: Auf Grundlage der Sachverhaltsdarstellung wurde innerhalb weniger Tage ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet und die Öffnung des betreffenden Bankkontos angeordnet. Nach den Beschuldigten wird international gefahndet.

Ausgangssituation: Wir wurden von der Geschäftsführung eines börsenotierten Unternehmens mit einer internen Untersuchung wegen des Verdachts manipulierter Messdaten beauftragt. Die betroffenen Werte waren in Prüfberichte eingeflossen, die Kunden in behördlichen Verfahren verwendet hatten.

Herausforderung: Der Verdacht betraf aktuelle und ehemalige Mitarbeiter sowie Entscheidungsträger und konnte erhebliche strafrechtliche, regulatorische und reputationsbezogene Folgen für das Unternehmen haben.

Lösungsweg: Wir führten innerhalb weniger Wochen zahlreiche Mitarbeitergespräche, werteten umfangreiche Dokumente und elektronische Daten aus und rekonstruierten die Prüf-, Berichts- und Entscheidungsprozesse. Die Ergebnisse wurden in einem umfassenden Untersuchungsbericht samt rechtlicher Risikobeurteilung und konkreten Handlungsempfehlungen zusammengefasst.

Ergebnis: Der Sachverhalt wurde umfassend aufgeklärt und für das Unternehmen eine konkrete Grundlage für die weiteren rechtlichen und organisatorischen Maßnahmen geschaffen. Zudem schlugen wir konkrete Verbesserungen des Compliance-Management-Systems vor.

Ausgangssituation: Ein führendes IT-Unternehmen beauftragte uns mit der strafrechtlichen Begleitung einer internen Untersuchung wegen des Verdachts, dass Mitarbeiter und Führungskräfte Kundenleistungen unrichtig verrechnet hatten.

Herausforderung: Während der Untersuchung ergaben sich zusätzliche Verdachtsmomente. Dadurch mussten kurzfristig weitere Mitarbeiter befragt, umfangreiche Datenbestände ausgewertet und die Untersuchung mit einem externen Forensikdienstleister abgestimmt werden.

Lösungsweg: Wir führten Mitarbeiterbefragungen durch, werteten die neuen Verdachtsmomente aus und arbeiteten die Ergebnisse in einem umfassenden Untersuchungsbericht auf.

Ergebnis: Der relevante Sachverhalt konnte aufgeklärt und die interne Untersuchung mit einem umfassenden Abschlussbericht beendet werden.

FAQ

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